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Implantation von Kunstlinsen (zum Beispiel Intraoculare Linsen (ICL) und Artisan, Artiflex)

Intraokulare Linsen sind künstliche Linsen, die zusätzlich zur natürlichen, körpereigenen Linse ins Augeninnere eingesetzt werden. Sie bestehen aus einem hauchdünnen, sehr flexiblen Kunststoff (CollamerTM), welcher eine ausgezeichnete Gewebeverträglichkeit aufweist. Diese Implantate sind praktisch unsichtbar und nicht spürbar. Sie werden über eine kleine, etwa 2,5 mm breite Öffnung vor oder hinter die Iris platziert.

Das Besondere an der Kunstlinse ist, dass sie auch «torisch» erhältlich ist. Die Kunstlinse kann folglich neben der Kurzsichtigkeit auch gleichzeitig eine allfällige Hornhautverkrümmung mitkorrigieren.

Die ICL besitzt eine sehr genaue Vorhersagbarkeit des operativen Erfolges und der Eingriff kann, falls notwendig, jederzeit rückgängig gemacht werden. Die Operation erfolgt ambulant und dauert nur wenige Minuten.
  

Hinterkammerlinse (ICL)

Das Implantat wird in einem Zwischenraum zwischen der Iris Rückfläche und der natürlichen Linse platziert. Dadurch wird diese Linse gänzlich unsichtbar.

Vorderkammerlinse (Artisan, Artiflex)

Diese Vorderkammerlinse wird der natürlichen Linse "vorgeschaltet", um die Brechkraft je nach Sehfehler entweder zu erhöhen oder herabzusetzen. Bei genauer Betrachtung ist sie für Aussenstehende sichtbar.
  

Ablauf der Operation

Die Operation kann bei allen Verfahren in lokaler Tropfenbetäubung (also ohne Spritze) erfolgen. Der Vorteil ist, dass diese zusätzliche Linse bei Bedarf auch wieder aus dem Auge entfernt werden kann. Die Hornhaut bleibt bei diesem Verfahren normalerweise unberührt. Dieser Eingriff stellt jedoch besondere Anforderungen an das Können des Operateurs und ist nur unter sterilen Bedingungen durchzuführen.
  

Vorteile und Eigenschaften von Kunstlinsen

  • Beide Augen werden ambulant im Abstand einer Woche operiert
  • Die Augen können nach der Heilungsphase von wenigen Tagen wieder uneingeschränkt belastet werden
  • Auch das Reiben in den Augen führt zu keinen Schäden
  • Der Eingriff ist reversibel
  • Das Linsenmaterial wird seit über 20 Jahren klinisch erfolgreich verwendet und weltweit haben erfahrene Chirurgen Kunstlinsen bereits millionenfach implantiert
  • Das Material zeichnet sich durch eine sehr gute Verträglichkeit und hervorragende Langzeitresultate aus

Das Besondere der Implantate ist, dass sie auch «torisch» erhältlich sind. Eine Kunstlinse kann folglich neben der Kurzsichtigkeit oder Übersichtigkeit auch gleichzeitig eine allfällige Hornhautverkrümmung mitkorrigieren. Diese Linsen werden entsprechend den individuellen Erfordernissen hergestellt.

Mit Implantaten können wir heute bei der Korrektur eines sehr hohen Sehfehlers die gleiche Präzision erreichen, wie mit dem Excimer-Laser bei schwächeren Sehfehlern.